Am Mittwoch, 23. November 2011
organisiert die Arbeitsgemeinschaft für den Wald in Bern einen Runden Feldtisch
zum Thema «Waldstadt Bremer».
«Waldstadt Bremer» bezeichnet
die Idee für eine Stadterweiterung mitten in der Stadt Bern. Auf dem Gebiet des
Bremgartenwaldes soll auf einer Fläche von 428 000 Quadratmetern Wohnraum für
6000 bis 8000 Leute errichtet werden. Bei den Befürwortern gilt das Projekt als
ökologisch vorbildlich und wegweisend für eine künftige 2000-Watt-Gesellschaft.
Kritiker fürchten um den Schutz des Waldes. Nachdem die Raumplanung beim Schutz
des Kulturlandes versagt hat, soll nun auch noch der Wald dem ungebremsten
Siedlungswachstum geopfert werden.
Im Runden Feldtisch der
Arbeitsgemeinschaft für den Wald diskutieren wir zusammen mit den Projektanten,
Raumplanungs-, Umweltschutz- und Waldfachleuten direkt vor Ort folgende Fragen:
- Soll Stadtwald für den Siedlungsbau geopfert werden
dürfen?
- Handelt es sich bei der
«Waldstadt Bremer» um einen einmaligen Sonderfall?
- Oder ist das
Projekt bald Vorbild für vergleichbare Projekte in anderen Städten?
- Ist das Projekt ein sinnvoller
Beitrag gegen die Zersiedelung der Landschaft?
- Oder wird damit ein Tabu im Waldflächen- und
Naturschutz gebrochen?
- Welche Signale gehen vom Projekt je nach dessen
Ausgang aus?