Wald und psychische Gesundheit: Ressourcen stärken, Resilienz fördern
Rund 40 Fachpersonen aus den Bereichen Gesundheit, Therapie, Forschung, Forstwirtschaft und Prävention nutzten die Tagung «Wald und psychische Gesundheit» am 23. April 2026 in der Reha Rheinfelden für einen intensiven interdisziplinären Austausch sowie zur Vernetzung.
Im Zentrum der Veranstaltung stand die zunehmende Bedeutung der psychischen Gesundheit in unserer Gesellschaft. Aktuelle Erkenntnisse zeigen, dass ein grosser Teil der Bevölkerung von psychischen Belastungen betroffen ist – umso wichtiger sind neue, wirksame und zugleich niederschwellige Ansätze zur Förderung von Wohlbefinden und Resilienz. Der Wald rückt dabei immer stärker in den Fokus: Als unmittelbar zugänglicher Lebensraum bietet er vielfältige Möglichkeiten, die psychische Gesundheit zu stärken und präventiv zu fördern.
In zwei Fachreferaten stellten Nicole Bauer (WSL) und Marlén Gubsch (Pan Bern) aktuelle Forschungsergebnisse vor und stellten sie in einen praxisnahen Kontext. Danach boten Marktstände und Projektpräsentationen von Teilnehmenden Einblicke in laufende Initiativen aus der ganzen Schweiz und zeigten auf, wie vielfältig die Ansätze im Bereich «Wald und Gesundheit» bereits sind. Ein Highlight bildete der Waldrundgang im Rheinfelder Forst, bei dem der Forstdienst den Wald und seine Bewirtschaftung vorstellte. Zudem wurden konkrete Anwendungen direkt vor Ort erlebbar. Die Teilnehmenden konnten dabei nicht nur theoretisches Wissen vertiefen, sondern die positiven Effekte des Waldes unmittelbar erfahren. Diese Verbindung von Wissenschaft und Praxis wurde von den Teilnehmenden als besonders wertvoll hervorgehoben.
Die Tagung wurde von der Arbeitsgemeinschaft für den Wald, vom Gesundheitsforum Rheinfelden und vom Netzwerk für psychische Gesundheit gemeinsam organisiert und durchgeführt. Es wurde deutlich, dass das Thema nur im Zusammenspiel verschiedener Disziplinen sein volles Potenzial entfalten kann. Der Austausch zwischen Fachpersonen aus Medizin, Psychologie, Forstwirtschaft und weiteren Bereichen wurde als inspirierend und richtungsweisend wahrgenommen. Neue Kontakte wurden geknüpft, bestehende Kooperationen gestärkt und Ideen für zukünftige Projekte entwickelt.
Präsentationen:
Nicole Bauer (WSL): Ergebnisse der globalen IUFRO-Studie und der nationalen Umfrage WaMos3
Marlén Gubsch (Pan Bern): Gesundheitswälder gezielt entwickeln
Rohrer Claudia (Stadtpräsidentin Rheinfelden): Grusswort zur Tagung
Ewilpa: Grünzeug – Genuss aus dem Wald
Weiterführende Literatur:
WSL: Waldmonitoring Soziokulturell WaMos3
BAFU: Bevölkerungsumfrage – Waldmonitoring soziokulturell (WaMos3)
IUFRO: Forests and trees for human health: pathways, impacts, challenges and response options
Kurzfassung – Studie
BAFU / Pan Bern: Mainstreaming «Wald in der Gesundheitsförderung, Prävention und Therapie»
ZHAW und Pan Bern: Gesundheitswälder – Wertschöpfung für Waldbranche, Tourismus und Gesundheitswesen
SZF: Wald und psychische Gesundheit: Synergien für eine nachhaltige Zukunft
Websites von Teilnehmenden:
Netzwerk Psychische Gesundheit Schweiz
Stiftung EssbareWildpflanzenParks
Verein mindpath – Natur tut gut
Schweizerische Gesellschaft Naturtherapie und Waldbaden
IAP – Institut für Angewandte Psychologie an der ZHAW
Europäische Akademie für Psychosoziale Gesundheit und Integrative Therapie





