Waldböden im Klimawandel: Wasserverfügbarkeit als Schlüsselfaktor
Dienstag, 17. März 2026, an der eidg. Forschungsanstalt WSL
Der Waldboden speichert im Schnitt mehr Kohlenstoff als die oberirdische Biomasse im Wald. Dazu braucht er aber genügend Wasser. Wenn aufgrund des Klimawandels die Trockenphasen häufiger werden, leidet die Wurzelgesundheit, ist die Nährstoffverfügbarkeit verringert und die biologische Aktivität ist reduziert. Als Folge sinkt auch das Potenzial, Kohlendioxid zu binden. Es kann sogar zu einer Freisetzung von Kohlenstoff aus Waldböden kommen. Anpassungen bei der Waldbewirtschaftung sind entscheidend, um die Bodenfunktionen zu erhalten.
Der Runde Waldtisch, der gemeinsam mit der eidg. Forschungsanstalt WSL durchgeführt wurde, rückte die Wasserverfügbarkeit in den Fokus. Am Vormittag standen verschiedene Referate auf dem Programm, am Nachmittag besuchten wir zwei Demoflächen der WSL im Wald. Gemeinsam mit Fachleuten beleuchteten und diskutierten wir:
- die zentrale Rolle der Wasserverfügbarkeit für die Waldfunktionen
- die Folgen von zunehmender Trockenheit für die Waldböden und den Wald
- die Effekte von Trockenheit auf die Kohlenstoffdynamik in Waldböden
- die Bedeutung der Mykorrhiza für den Wasserhaushalt im Wald
- Massnahmen zur Erhöhung der Resilienz von Wäldern gegenüber Trockenheit
Präsentationen:
Mathis Mayer (BOKU): Waldböden als Kohlenstoffspeicher
Axel Göttlein (TU München): Forstwirtschaft steuert Wasser- und Nährstoffaustrag
Merkblätter der WSL:
Den Waldboden verstehen – Vielfalt und Funktion der Waldböden
Der Waldboden lebt – Vielfalt und Funktion der Bodenlebewesen





