Wald-Knigge


Die AfW hat gemeinsam mit 20 Organisationen einen Knigge mit zehn Tipps für einen respektvollen Waldbesuch erarbeitet.
 

Infos und Downloads

WaldNews abonnieren


Unser Newsletter berichtet fünfmal pro Jahr umfassend über Aktuelles aus der Waldpolitik, der Forschung und den Organisationen sowie über Publikationen, Veranstaltungen usw.
 

Jetzt abonnieren

Plattform «Freizeit und Erholung im Wald»


Eine Website gibt umfassende Infos zum Thema «Freizeit und Erholung im Wald». Die Redaktion der Seite liegt bei der AfW.
 

Zur Web-Plattform

Kontakt

Arbeitsgemeinschaft für den Wald - Geschäftsstelle
Ebnetstrasse 21, 3982 Bitsch VS
Telefon +41 (0)79 456 95 54
E-Mail info@afw-ctf.ch

Waldweiden im Mittelland auf dem Vormarsch?

Am 19. März 2026 erörterte die Arbeitsgemeinschaft für den Wald an einem Runden Waldtisch im Kanton Aargau, ob die Waldweiden im Mittelland auf dem Vormarsch sind.

Grundsätzlich verbietet das eidgenössische Waldgesetz Nutztiere in Schweizer Wäldern. Es gibt aber Ausnahmen. Die Beweidung von Wald gehört zu den unzulässigen nachteiligen Nutzungen, die durch die Kantone bewilligt werden können. Während Wytweiden im Jura und Weidwälder in anderen Bergregionen eine lange Tradition haben, kehren die Waldweiden immer mehr auch im Mittelland zurück. Eine Umfrage der AfW im Vorfeld der Veranstaltung ergab, dass es in den Kantonen grosse Unterschiede bezüglich Waldweiden gibt.

Im Kanton Aargau werden Bewilligungen für Waldweiden nach Abwägung der Interessen der Walderhaltung, der Jagd, der Gemeinde und der kantonalen Fachstellen erteilt. Eine Bedingung ist, dass mit der Beweidung im Wald ein ökologischer Mehrwert geschaffen werden kann, zum Beispiel mehr Strukturvielfalt und mehr Biodiversität bei Pflanzen und Insekten. Derzeit gibt es im Aargau 30 Waldweiden. Für grössere Projekte wird ein Monitoring durchgeführt.

Nach verschiedenen Vorträgen am Vormittag besuchten wir drei Waldweiden. Die Schottischen Hochlandrinder von Rolf Treier, Landwirt und Leiter des Forstbetriebs Homberg-Schenkenberg in Zeihen, sind zwischen Mai und November anstelle von Maschinen im Einsatz. Die Tiere pflegen kostengünstig ökologisch wertvolle Flächen im Rahmen des kantonalen Naturschutzprogramms Wald. Auch die creaNatira GmbH, die seit mehr als 25 Jahren im Naturschutz tätig ist, pflegt Naturschutzgebiete mit Ziegen, Schafen, Wasserbüffeln oder Rindern.

Im Runden Waldtisch gingen wir folgenden Fragen nach:

  • Welche Ziele werden mit der Beweidung von Waldgebieten verfolgt?
  • Wo eignen sich Waldweiden und wo nicht?
  • Welche Bedingungen gibt es für die Ausscheidung von Waldweiden?
  • Welche Effekte haben Waldweiden auf die Biodiversität?
  • Was sind die Vorteile, was die Nachteile von Waldweiden?
  • Wie sieht eine Waldweide in der Praxis aus?

Referate am Vormittag